Nora Biever – Marathonläuferin, Bloggerin und Mutter

NACH DER GEBURT IHRES SOHNES WOG NORA 95 KG UND FÜHLTE SICH UNWOHL IN IHREM KÖRPER. WARUM SIE AM LIEBSTEN IM REGEN LÄUFT, WARUM SIE DER SCHRECKEN DER ALL-YOU-CAN-EAT-RESTAURANT-BETREIBER IST UND WIE ABWECHSLUNGSGREICH IHRE VORBEREITUNG AUF EINEN MARATHON IST, ERZÄHLT SIE UNS IM INTERVIEW.

    

#Du bist ja passionierte Läuferin. Wie bist du zum Laufen gekommen?
Nach der Geburt meines Sohnes wog ich 95kg und war deswegen sehr gehemmt, habe mich in meinem Körper nicht mehr zuhause gefühlt. Sportlich war ich eher nie so wirklich. Im Januar 2016 hatte ich schon 20kg abgenommen, aber war frustriert auf einem Plateau gelandet. So bin ich dann an einem verregneten Nachmittag mit Jogginghose, Wollpulli und Jacke und 15 Jahren alten Sneakers vor die Tür um in 25 Minuten nicht mal 2km zu lauf- walken. Ich werde nie das wunderschöne Gefühl vergessen als ich mich nach einer warmen Dusche mit heißem Kakao voll stolz auf die Couch gesetzt habe. Im Mai dann musste ich beim Staffellauf beim ING Night Marathon in Luxemburg für eine verletzte Arbeitskollegin einspringen und bin 9km in 53 Minuten gelaufen. Ich war danach sehr infiziert 🙂

    

#Was motiviert dich an einem grauen, verregneten Tag doch laufen zu gehen?
Ich gehöre zu den Menschen, die es lieben im Regen oder nachts zu laufen. All meine Bestzeiten fanden im Regen statt. Ich habe Probleme mit der Sonne und der Hitze. Aber auch da reiße ich mich zusammen und höre auf meinen Körper, mache langsamer und verbuche es als sinnvolles Training 🙂 An die, die Regen meiden: Es wird euch nicht krank machen! Im Gegenteil: Willkommen Immunsystem der Extraklasse 🙂

    

#Wie bereitest du dich essenstechnisch eine Woche auf einen Marathon vor?
Ich bin kein Experte, aber so sieht das meistens aus: Morgens Haferflocken mit Proteinpuder und Obst, Mittags Reis oder Vollkornnudeln mit Gemüse und Huhn oder Fisch oder veganen, proteinreichen Alternativen. Abends Vollkornbrot mit Quark :). Die Woche vor dem Marathon hingegen: Pizza und Dessert so wie es mir beliebt. Die Woche nach dem Marathon bin ich auch der Schrecken der All You Can Eat Restaurantbetreiber…

    

#Wie sieht dein Training vor einem Marathon aus?
Auch hier falle ich etwas aus der Rolle. Longruns mache ich bis 21km, den Rest der Energie spare ich mir für Tag X. Warum? Ich bin leider verletzungsanfällig und ein Anhäufen von Longruns bringt nur eines: Schaffe es nicht gesund an den Start. Also laufe ich 4-5x die Woche, GA1, Intervalle, „Longrun“ bis hin zu 21km. Wenn mal was zwickt gibt es Crosstrainer oder ich gehe Aquajoggen :). Neben dem Laufen bestehe ich aber auch drauf 2x wöchentlich minimum zum Functional Fitness Training zu gehen, denn das stabilisiert mich. Blackroll, dehnen, Tiefgewebemassagen: immer die besten Helferlein :).

    

#Hast du einen Satz, den du dir bei einem Lauf auf den letzten Kilometern immer wieder selbst sagst, um dich zu motivieren und durchzuziehen?
Konzentrier‘ dich auf dich selbst. Bleib‘ bei dir. Wenn die jetzt gehen wollen, OK, aber du kannst doch noch! Du machst das gut, du schaffst das jetzt! Medaille! Bald hast du sie und dann kannst du dich einfach hinlegen und genießen.

    

#Hast du ein Lebensmotto?
Ich laufe vor nichts mehr weg. Ich laufe auf etwas Wundervolles zu :).

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